Geschichte des Fußballs: Frühe Anfänge
Die frühen Anfänge: China, Japan und Mittelamerika
Ein von Wissenschaftlern ausgewertetes Militärhandbuch und Reliefs an Bauwerken beweisen, dass man erste fußballähnliche Spielformen spätestens im 3. Jahrhundert vor Christus in China im Rahmen der Ausbildung von Soldaten austrug. Dabei war es das Ziel, eine mit Federn gefüllte Lederkugel in ein Netz zu befördern. Diese Übung breitete sich in den folgenden Jahrhunderten unter dem Namen "Tsu' Chu" im Volk aus und wurde zu einer Art Unterhaltungssport mit zahlreichen Zuschauern. In dieser Zeit kam es zur Festlegung erster Regeln (Tore, Torhüter und Spielführer) sowie der Erfindung des luftgefüllten Balls. Etwa um 600 nach Christus erreichte das Fußballspiel den Höhepunkt seiner Popularität in China und soll sogar Nationalsport gewesen sein – nur 100 Jahre später geriet es jedoch in Vergessenheit.
Dafür tauchte in Japan eine neue, ähnliche Spielform mit dem Fuß auf, die unter dem Namen „Kemari“ bekannt wurde. Im Gegensatz zur chinesischen Variante wurde auf Körpereinsatz bei der Balleroberung verzichtet. Stattdessen versuchten die in einem Kreis stehenden Akteure, den Ball auf relativ engem Raum mit geschickten Fußstößen solange wie möglich in der Luft zu halten.
Auch in Mittelamerika existierten schon früh verschiedene kultische Ballspiele, die dem Fußball durchaus ähnlich waren und unter dem Begriff „Mesoamerikanisches Ballspiel“ zusammengefasst werden. Diese Spieltradition, die Ritual, Schlichtung und Spiel verband, wurde in vielen Regionen und Kulturen gepflegt, so auch von den Maya und Azteken – als erste bekannte Spieler gelten jedoch die Olmeken. Bereits Anfang des 16. Jahrhunderts soll Hernán Cortés dem Kaiser Karl V. eine aztekische Ballspielmannschaft vorgeführt haben.
Der Fußball gehört heute zu den beliebtesten Sportarten der Welt. Vor allem in Europa und Südamerika, aber auch in Asien und Afrika genießt begeistert er die Massen und ist aus dem Alltag kaum wegzudenken. Obwohl unterschiedliche Überlieferungen über die Anfänge des Fußballs existieren, dass der Ballsport schon vor Tausenden von Jahren als Freizeitbeschäftigung verstanden und betrieben wurde.
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Ein von Wissenschaftlern ausgewertetes Militärhandbuch und Reliefs an Bauwerken beweisen, dass man erste fußballähnliche Spielformen spätestens im 3. Jahrhundert vor Christus in China im Rahmen der Ausbildung von Soldaten austrug. Dabei war es das Ziel, eine mit Federn gefüllte Lederkugel in ein Netz zu befördern.
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Wenn auch nicht so verbreitet, existierten ähnliche Formen der Körperertüchtigung auch bei den antiken Griechen und Römern. Oftmals als Teil der militärischen Ausbildung waren hier zum Beispiel Ballsportarten wie das griechische Episkyros.
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Im Zuge der Industriellen Revolution wurde der Fußball innerhalb der Bevölkerung immer weiter zurück gedrängt – bis 1850 verschwand er weitgehend von der Bildfläche. Nur an den öffentlichen Schulen („Public Schools“) und Universitäten wurde Fußball noch in organisierter Form gespielt, wie zum Beispiel in Eton, Rugby und Harrow.
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Auf dem europäischen Festland waren die Niederlande und Dänemark die ersten Länder, die 1889 nationale Fußballverbände gründeten, doch bereits Jahre zuvor hatten sich in vielen Regionen Fußballklubs nach englischem Vorbild gebildet. Überhaupt hatten die Engländer großen Einfluss auf die Verbreitung des Fußballs, vor allem über den Seeweg gelangte das Spiel in zahlreiche Regionen Europas und der Welt.
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Das Fußballspiel soll in Deutschland erstmals 1874 von Konrad Koch eingeführt worden sein. Auf den Lehrer aus Braunschweig geht auch das 1875 veröffentlichte Regelwerk: Regeln des Fußball-Vereins der mittleren Classen des Martino-Catharineums zurück – in diesem werden bereits heute verbreitete Bezeichnungen wie Halbzeit, Abseits oder Eckball verwendet.
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