Geschichte der WM
Bei bisher insgesamt 18 Fußball-Weltmeisterschaften waren lediglich sieben verschiedene Nationen erfolgreich – dabei gewannen die drei Mannschaften aus Südamerika (Brasilien, Argentinien, Uruguay) zusammen ebenso neun Titel, wie die vier Mannschaften aus Europa (Deutschland, Italien, Frankreich, England). Am erfolgreichsten waren bisher die Brasilianer, sie sich fünf Mal den WM-Pokal sicherten – die beste europäische Auswahl stellt Italien mit vier Titeln.
Gefolgt werden diese beiden Nationalmannschaften von Deutschland, das bisher an 15 WM-Endrunden teilgenommen hat und 1954, 1972 und 1990 die Weltmeisterschaft gewinnen konnte. Dazu kommen vier Vizeweltmeister-Titel und drei dritte Plätze.
Von der Premieren-Weltmeisterschaft 1930 bis zur WM 2010 in Südafrika ist es ein weiter Weg, auf dem das Turnier, und auch der Fußballsport als solcher, eine rasante Entwicklung genommen haben. Während bei der ersten Endrunde in Uruguay aus finanziellen und logistischen Gründen mit Mühe und Not 13 Nationen teilnehmen konnten (davon nur vier aus Europa), ist die Fußball-Weltmeisterschaft heute ein Milliardenprojekt, ein globales Medienereignis, bei dem nicht nur 32 Mannschaften mitspielen, sondern das auch Millionen von Menschen weltweit an ihren Fernsehgeräten verfolgen.
Die Fußball-Weltmeisterschaft hat in den vergangenen acht Jahrzehnten zahllose Geschichten zwischen Triumph und Tragödie, zwischen Sieg und Niederlage, zwischen Komödie und Drama geschrieben. Sie ist gekennzeichnet von Überraschungen, Kuriositäten und Genialität, aber auch von Skandalen, Versagen und Pannen. Und: Sie hat jede Menge Fußball-Helden hervorgebracht – Stars, die wir heute noch feiern, wie Pelé, Franz Beckenbauer oder Diego Armando Maradona. Oder die Ballkünstler, die wir mittlerweile fast vergessen haben, wie das „schwarze Wunder“ José Leandro Andrade, den französischen Stürmer Just Fontaine und den brasilianischen Dribbelkönig Garrincha.