Top WM Spieler

Ademir (Brasilien) wurde am 8. November 1922 geboren und verstarb im April 1996. Der Mittelstürmer absolvierte insgesamt 36 Länderspiele und kam dabei auf 32 Tore. Seine Sternstunde erlebte er bei der WM 1950 – zwar wurde er mit der brasilianischen Nationalmannschaft nur Vize-Weltmeister, dafür krönte er seine herausragende Leistung mit dem Titel des WM-Torschützenkönigs (9 Tore). Seine Stärken waren seine ausgefeilte Technik, seine Schnelligkeit und sein Torriecher.

José Leandro Andrade (Uruguay) war der erste dunkelhäutige Star des Weltfußballs und trug den Spitznamen „La Maravilla Negra“. Er wurde am 20. November 1898 geboren und verstarb am 3. Oktober 1957 in Montevideo. Zwischen 1922 und 1933 machte er 31 Länderspiele – nach dem Olympiasieg 1924 und 1928 holte er mit der Nationalmannschaft Uruguays 1930 den ersten WM-Titel. Der groß gewachsene, äußerst bewegliche Andrade spielte fast körperlos und gefiel nicht nur als technisch versierter Regisseur, sondern auch durch sein außergewöhnliches Kopfballspiel.

Roberto Baggio (Italien) wurde bei der WM 1994 zum tragischen Helden der italienischen Nationalelf: Auf dem Weg ins Finale hatte der gläubige Buddhist Nigeria, Spanien und Bulgarien mit fünf Treffern praktisch im Alleingang ausgeschaltet, um dann beim Elfmeterschießen den Ball in den Abendhimmel von Pasadena zu jagen. Brasilien wurde Weltmeister – Baggio blieb mit der „Squadra Azzurra“ nur der zweite Platz. Seine Premiere in der Nationalmannschaft hatte der damals 21-jährige Baggio 1988 gegen die Niederlande gefeiert – nach 56 Länderspielen und 27 Toren war für ihn 2004 Schluss. Der Weltfußballer des Jahres 1993 nahm insgesamt an drei WM-Endrunden teil (1990-1998).

Franz Beckenbauer (Deutschland) wurde am 11. September 1945 in München geboren und gilt als der beste deutsche Fußballer aller Zeiten. 1965 machte der sein erstes Länderspiel – bis 1977 kam der „Kaiser“ auf 103 Partien im Nationaldress, wobei er 14 Mal traf. Er nahm an drei WM-Endrunden teil und holte dabei den Titel (1974), die Vize-Weltmeisterschaft (1966) und den dritten Platz (1970). Außerdem wurde Beckenbauer 1972 Europameister und 1976 Vizeeuropameister sowie als Trainer der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister und Vizeweltmeister. Damit ist er zusammen mit Mario Zagallo (Brasilien) der einzige Fußballer, der als Spieler und Trainer Weltmeister werden konnte.

Robert „Bobby“ Charlton (England) war über zwölf Jahre wichtiger Bestandteil der englischen Fußball-Nationalmannschaft und gilt bis heute als Inbegriff des britischen Fußballs. Der 1937 in Ashington geborene Offensivspieler machte zwischen 1958 und 1970 insgesamt 106 Spiele für England und kam dabei auf 49 Tore. Er nahm an vier WM-Endrunden teil (1958 – 1970) und konnte 1966 im eigenen Land den Weltmeistertitel erringen. Sein Markenzeichen war, neben dem schütteren Haar, die „berauschende Mischung aus Grazie und Gewalt“ (Zitat: James Lawton).

Johan Cruyff (Niederlande) kam 1947 in Amsterdam zur Welt und debütierte bereits im zarten Alter von 19 Jahren im holländischen Nationaltrikot. „König Johan“, wie er im Laufe seiner Karriere getauft wurde, war der Kapitän, Spielmacher und Torgarant der großen niederländischen Elf, die in den siebziger Jahren mit ihrem fulminanten Sturmspiel für Aufsehen sorgte. Insgesamt machte Cruyff bis 1977 in 48 Länderspielen 33 Tore – 1974 wurde er Vizeweltmeister und 1976 EM-Dritter. 1971, 1973 und 1974 kürte man ihn zu Europas Fußballer des Jahres und 1999 gewann er die Wahl zu Europas Fußballer des Jahrhunderts knapp vor Franz Beckenbauer.

Teófilo Cubillas (Peru), der mit bürgerlichem Namen Teófilo Juan Cubillas Arizaga heißt, war der überragende Spieler Perus der Siebziger. 1949 geboren, startete er mit zwanzig Jahren seine Karriere in der Nationalmannschaft, mit der er 1970 ins WM-Viertelfinale und 1978 in die Finalrunde vorstieß – 1975 gewann er zudem die „Copa América“. Sein letztes Länderspiel bestritt Cubillas am 22. Juni 1982 bei der WM in Spanien gegen Polen. Noch heute liegt „El Nene“ mit insgesamt zehn Treffern auf Platz fünf der ewigen Torschützen-Bestenliste der Fußball-Weltmeisterschaft.

Eusébio Ferreira da Silva (Portugal) wurde am 25. Januar 1942 in Mosambik (damals: Portugiesisch-Ostafrika) geboren. 1961 bestritt der Mittelstürmer sein erstes Länderspiel für Portugal gegen Luxemburg – bis zu seinem letzten Auftritt für die Nationalelf (1973) kam er in 64 Länderspielen auf 41 Tore. Seinen größten Erfolg feierte „La Pantera Negra“ bei der WM 1966 in England, wo er WM-Dritter und mit neun Treffern Torschützenkönig wurde. Ein Jahr zuvor war er bereits zu Europas Fußballer des Jahres gekrönt worden.

Just Fontaine (Frankreich) ist ein 1933 geborener, französischer Stürmer marokkanischer Herkunft, der in 21 Länderspielen zwischen 1956 und 1960 unglaubliche 30 Treffer erzielte. Seine große Stunde schlug bei der WM 1958 in Schweden: „Monsieur Dynamite“ erreichte mit Frankreich den dritten Platz und mit 13 Treffern in der WM-Endrunde stellte er einen Rekord für die Ewigkeit auf. Aufgrund eines mehrfachen Beinbruchs musste Fontaine bereits 1962 seine aktive Laufbahn beenden.

Diego Martín Forlán Corazo (Uruguay) entstammt einer Fußballer-Familie und kam am 19. Mai 1979 in Montevideo zur Welt. Sein erstes Länderspiel bestritt der Angreifer am 27. März 2002 gegen Saudi-Arabien, noch im gleichen Jahr nahm er an der Weltmeisterschaft in Japan / Südkorea teil, wo er gegen Senegal bei seinem ersten Einsatz auch seinen ersten WM-Treffer erzielte. Nach einem dritten und einem vierten Platz mit der uruguayischen Nationalelf bei der Copa América (2004 und 2007), hatte er mit seinen sieben Treffern entscheidenden Anteil an der Qualifikation seines Landes für die zur WM in Südafrika. Auch dort glänzte der stellvertretende Kapitän Uruguays: Er wurde mit der Nationalmannschaft sensationell Vierter, erzielte selbst fünf Tore und wurde als bester Spieler der WM mit dem Goldenen Ball geehrt. Dabei war Forlán in jungen Jahren zunächst als Tennisspieler erfolgreich. Seine Karriere als Fußballer startete er später bei CA Peñarol in Uruguay – über die Stationen Atlético Independiente (1998), Manchester United (2002) und FC Villarreal (2004) landete er 2007 bei Atlético Madrid, wo er mit dem Gewinn der Europa League 2010 den größten sportlichen Erfolg auf Vereinsebene feierte.

Garrincha (Brasilien), der den bürgerlichen Namen Manoel Francisco dos Santos trug, galt aufgrund einer Fehlbildung seiner Beine als behindert, als er 1933 in dem brasilianischen Dorf Pau Grande zur Welt kam. Wenngleich er wegen seines linken O-Beins, das sechs Zentimeter kürzer als das rechte X-Bein war, belächelt wurde, entwickelte er sich bis 1958 zum besten Rechtsaußen seiner Zeit. Der dribbelstarke Brasilianer, der vor allem als Vorbereiter glänzte, machte zwischen 1955 und 1966 57 Länderspiele und schoss dabei 15 Tore. Insgesamt nahm „Mané“ an drei Weltmeisterschaften teil – zweimal (1958, 1962) holte der mit der „seleção“ den Titel. 1962 wurde Garrincha mit vier Treffern Torschützenkönig der WM.

Lew Jaschin (UdSSR), geboren am 22. Oktober 1929 in Bogorodskoje bei Moskau, gilt bis heute als der beste Torwart aller Zeiten. Er hütete in 78 Länderspielen von 1954 bis 1967 das Tor der Sowjetunion und nahm an vier Weltmeisterschaften teil: 1958 und 1962 erreichte der „schwarze Panther“ jeweils das Viertelfinale und 1966 sogar Platz vier. Zudem wurde er 1956 Olympiasieger und gewann mit der sowjetischen Nationalmannschaft 1960 die Erstauflage der Fußball-Europameisterschaft. 1963 erhielt er als erster Torhüter in der Fußball-Historie die Auszeichnung als Europas Fußballer des Jahres. Lew Jaschin erlag 1990 einem Krebsleiden.

Miroslav Klose (Deutschland) feierte am 24. März 2001 einen Einstand nach Maß in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft: In Leverkusen erzielte der damals 22-Jährige den entscheidenden Treffer beim 2:1-Sieg gegen Albanien. Nur ein Jahr später wurde er unter Bundestrainer Rudi Völler Vizeweltmeister in Japan/Südkorea – dabei machte der gebürtige Pole fünf Tore, allesamt per Kopf. Nachdem Klose bei der EM in Portugal (2004) kaum zum Zug gekommen war, blühte er 2006 wieder auf. Bei der WM im eigenen Land traf er erneut fünf Mal und holte sich den Goldenen Schuh als bester WM-Torschütze. Die EM 2008 lief für Miroslav Klose zwar nicht optimal, doch mit seinen wichtigen Toren gegen Portugal und gegen die Türkei hatte er großen Anteil am Finaleinzug der deutschen Auswahl. Als der Bayern-Stürmer 2010 zur WM nach Südafrika reiste, war er von vielen bereits abgeschrieben. Doch er zeigte es allen: Klose machte vier Tore und nur eine Verletzung im Spiel um Platz drei nahm ihm die Chance auf den WM-Tor-Rekord. Mit 14 Toren liegt er nun gemeinsam mit Gerd Müller knapp hinter Ronaldo (15) auf Platz zwei in der ewigen WM-Torschützenliste.

Sandor Kocsis (Ungarn) wurde am 6. Juni 1948 im Alter von 18 Jahren zum ersten Mal in die Nationalmannschaft berufen, wo er als Halbstürmer bis 1956 spielte und fabelhafte 75 Treffer markierte. „Schani“ errang mit Ungarn 1954 in der Schweiz die Vize-Weltmeisterschaft und holte sich zudem mit elf Toren die Torjägerkanone. „The man with the Golden Head“ gilt als der beste Kopfballspieler aller Zeiten.

Grzegorz Lato (Polen) wurde 1950 geboren und ist heute mit 104 Länderspielen immer noch Rekordnationalspieler Polens. Das erste Mal lief „Bolek“ am 10. November 1971 in Kraków gegen die Türkei im Trikot der polnischen Auswahl auf – 13 Jahre später verabschiedete er sich gegen Belgien. Bei drei WM-Teilnahmen (1974, 1978, 1982) erreichte Lato zweimal den dritten Platz (1974, 1982) –bei der Weltmeisterschaft in Deutschland spielte er groß auf und wurde mit zehn Treffern sogar Torschützenkönig. Bereits 1972 hatte der Rechtsaußen das olympische Fußballturnier mit Polen gewonnen.

Leonidas (Brasilien), eigentlich José Leonidas da Silva, kam 1913 zur Welt und starb am 24. Januar 2004. Er gilt als der erste Weltstar des brasilianischen Fußballs und wurde aufgrund seiner Beweglichkeit auch der „Gummi-Mann“ genannt. Der Mittelstürmer bestritt 1932 in Montevideo gegen Uruguay sein erstes Länderspiel – darauf folgten weitere 24 Spiele, in denen er insgesamt 25 Tore erzielte. „El Diamante Negro“ nahm an zwei WM-Endrunden teil: 1934 war im Achtelfinale Endstation und 1938 holte er mit Brasilien Platz drei. Im selben Jahr war er mit acht Treffern Top-Torjäger des Turniers.

Gary Lineker (England) war einer der gefährlichsten Angreifer in der Geschichte des englischen Fußballs. Der 1960 in Leicester geborene Mittelstürmer absolvierte in nur acht Jahren achtzig Länderspiele, in denen er 48 Mal traf. Seine große Stunde schlug bei der WM 1986 in Mexiko, als er mit sechs Treffern die Torjägerkanone ins Mutterland des Fußballs holte. 1990 schied er mit England unglücklich im WM-Halbfinale gegen Deutschland aus und erreichte letztlich nur den vierten Platz.

Paolo Maldini (Italien) ist der überragende italienische Linksverteidiger der neunziger Jahre. Bereits im Alter von zwanzig Jahren (1988) trat er in die Fußstapfen seines Vaters Cesare und spielte wie dieser in der Nationalelf. Nach 126 Länderspielen, in denen er sieben Tore schoss, beendete der Mailander 2002 seine Karriere in der Auswahl Italiens. Er nahm als Aktiver an vier Weltmeisterschaften teil: 1990 wurde Maldini Dritter, 1994 Vize-Weltmeister, 1998 erreichte er das Viertel- und 2002 das Achtelfinale. Mit 23 WM-Endrundenspielen liegt er hinter Lothar Matthäus auf Platz zwei der ewigen Bestenliste.

Lothar Matthäus (Deutschland) ist der Rekordhalter schlechthin im internationalen Fußball: Der deutsche Mittelfeldspieler hat die meisten Teilnahmen und Einsätze bei WM-und EM-Endrunden und war mit 150 Länderspielen (23 Tore) bis 2007 auch europäischer Rekordnationalspieler. Die größten Erfolge in der Laufbahn des langjährigen Nationalmannschafts-Kapitäns waren der Gewinn der EM 1980 und der WM-Titel 1990 in Italien – im selben Jahr wurde „Loddar“ auch zum Weltfußballer und Europas Fußballer des Jahres gewählt.

Roger Milla (Kamerun), der eigentlich Albert Roger Mook Miller heißt, war ein Nationalspieler Kameruns, der erst im „fortgeschrittenen“ Fußballeralter den Höhepunkt seiner Karriere erlebte. 1952 geboren, machte er schon mit zwanzig Jahren sein erstes Länderspiel – über zwei Jahrzehnte später sollte die letzte Partie im Trikot der „unbezähmbaren Löwen“ folgen. Milla stand bei drei Weltmeisterschaften (1982, 1990, 1994) im Kader Kameruns, wobei die WM 1990 zweifelsohne den Höhepunkt seiner Karriere darstellte. Der 38-Jährige trug mit vier Treffern maßgeblich dazu bei, dass erstmals in der WM-Geschichte ein afrikanisches Team das Viertelfinale erreichte. 1994 stellte er einen Rekord auf, als er mit seinem Tor gegen Russland im Alter von 42 Jahren und vierzig Tagen zum ältesten WM-Torschützen aller Zeiten avancierte.

Gerd Müller (Deutschland) wurde nicht umsonst „Bomber der Nation“ genannt, kam er doch in seinen 62 Länderspielen auf satte 68 Tore. Der kleine, wendige Stürmer machte am 12.10.1966 im Alter von 20 Jahren sein erstes Länderspiel – nach dem WM-Finale 1974 gegen die Niederlande beendete er mit dem Weltmeistertitel seine Karriere in der Nationalelf. Bereits 1970 war er WM-Dritter geworden und hatte sich mit zehn Treffern die Torjägerkanone geholt, zudem gewann er 1972 die Europameisterschaft.

Pelé (Brasilien) – eigentlich Edson Arantés do Nascimento – kam im Oktober 1940 zur Welt und bestritt gut 16 Jahre später bereits sein erstes Länderspiel. Als er 1971 der Nationalmannschaft den Rücken kehrte, galt er als bester Fußballer, den die Welt je gesehen hatte, als Denkmal des Weltsports. Er nahm insgesamt an vier Weltmeisterschaften teil (1958 – 1970) und wurde als einziger Spieler weltweit dreimal Weltmeister (1958, 1962, 1970). Bei seiner ersten Endrundenteilnahme stellte er einen weiteren Rekord auf: Er war der jüngster Titelträger und Torschütze der WM-Geschichte. Insgesamt brachte es die „schwarze Perle“ auf 77 Tore in 90 Länderspielen.

Michel Platini (Frankreich) war der französische Superstar der achtziger Jahre. In 72 Länderspielen (46 davon als Kapitän) machte der 1953 geborene Mittelfeldspieler und langjährige Kapitän der französischen Nationalmannschaft 41 Tore – neun davon bei der Europameisterschaft 1984, wo er sich den EM-Titel und die Torjägerkanone holte. Der Weltfußballer der Jahre 1984 und 1985 spielte drei WM-Endrunden (1978-1986): Sein größter Erfolg war der dritte Platz 1986, vier Jahre zuvor belegte er mit Frankreich Rang vier.

Romario (Brasilien) bestritt am 23.05.1987 gegen Irland sein erstes Länderspiel. Der Mittelstürmer nahm an zwei Weltmeisterschaften teil – während er 1990 nicht über einen Einsatz hinaus kam, war 1994 das Jahr von „Baixinho“: Er holte mit Brasilien den Weltmeistertitel, wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt, belegte mit fünf Toren Platz zwei in der Torschützenliste und erhielt schließlich auch noch die Auszeichnung zum Weltfußballer. Zum Ende seiner Karriere in der brasilianischen Nationalmannschaft erzielte er im Abschiedsspiel 2005 gegen Guatemala einen Treffer – insgesamt absolvierte er 64 Länderspiele und machte 51 Tore.

Ronaldo (Brasilien) wurde am 22. September 1976 geboren und heißt eigentlich Luiz Nazário de Lima. Mit 17 Jahren lief er zum ersten Mal für die „seleção“ auf – da war er gerade 17 Jahre alt. 1994 holte er seinen ersten WM-Pokal, wurde aber nicht eingesetzt; 1998 folgte eine Vize-Weltmeisterschaft und 2002 schließlich der zweite Titel. Bei der WM in Südkorea und Japan wurde Ronaldo zum besten Akteur gewählt und gewann mit acht Treffern die Torjägerkanone. Zudem erhielt „Il Fenomeno“ zum dritten Mal – nach 1996 und 1997 – die Auszeichnung als Weltfußballer. Seit der Weltmeisterschaft 2006 führt er die ewige WM-Torschützenliste mit 15 Toren an.

Uwe Seeler (Deutschland) kam 1936 in Hamburg zur Welt und spielte in seiner Laufbahn fast 16 Jahre für die deutsche Nationalelf, in denen er bei 72 Einsätzen 13 Tore markierte. Bei seinen vier WM-Teilnahmen fehlte ihm das letzte Quäntchen Glück: 1958 wurde er Vierter, 1962 war im Viertelfinale Schluss, 1966 folgte die unglückliche Final-Pleite gegen England und 1970 der dritte Platz. „Uns Uwe“ liegt mit 21 WM-Endrundenspielen gemeinsam mit Diego Maradona auf Platz drei der ewigen Bestenliste.

Carlos Valderrama (Kolumbien) war im Laufe seiner Karriere nicht nur für seine blonde Haarpracht, sondern vor allem wegen seines exzellenten Passspiels berüchtigt. Seit seinem Debüt 1985 gegen Paraguay absolvierte der „weiße Gullit“ insgesamt 111 Länderspiele – in allen Partien trug er die Kapitänsbinde der kolumbianischen Auswahl! „El Pibé“ nahm an drei WM-Endrunden (1990-1998) teil, ehe er nach der Weltmeisterschaft in Frankreich seine internationale Karriere beendete.

Fritz Walter (Deutschland) ist die Symbolfigur des deutschen Fußballs der Nachkriegszeit. 1920 geboren, bestritt er mitten im Zweiten Weltkrieg sein erstes Länderspiel: mit 9:3 wurden im Juli 1940 die Rumänen geschlagen. Seinen größten Erfolg feierte er mit dem überraschenden Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz – noch heute gilt dieser Erfolg als das „Wunder von Bern“. Das Halbfinal-Aus gegen Schweden bei der WM 1958 besiegelte das Ende von Fritz Walters Karriere im Trikot der Nationalelf – nach 61 Länderspielen und 33 Toren machte der Stürmer Schluss.

Zinedine Zidane (Frankreich) ist ein Sohn algerischer Einwanderer, der seit 1994 in zehn Jahren 92 Länderspiele für Frankreich absolviert und dabei 26 Tore erzielt hat. Zwei davon markierte der Mittelfeldstratege im Finale der WM 1998, als er im eigenen Land den damaligen Titelverteidiger Brasilien fast im Alleingang abschoss und den „Les Bleus“ den WM-Titel sicherte. Nach dem Gewinn der Europameisterschaft 2000 und einer schwachen WM 2002 führte er die französische Elf vier Jahre später erneut ins Finale, wo sie unglücklich Italien unterlag. Kleiner Trost für „Zizou“: er wurde zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt. 1998, 2000 und 2003 gewann er bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres.